Für die Energiewende notwendig: grüne Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen, die nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion stehen.

Pellets aus Gras und Grünschnitt leisten einen Beitrag zum Klimaschutz

Energiewende = Wärmewende

Die Bedeutung der Erneuerbaren Energien für den Wärmesektor

2009 hat der Europäische Rat beschlossen, die Treibhausgas-Emissionen der EU bis 2050 um 80 - 95 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Die Bundesregierung hat dieses Ziel in ihrem Energiekonzept festgeschrieben: schon bis 2020 sollen sich die Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent verringern.

Um dieses ehrgeizige Klimaschutzziel zu erreichen, müssen die CO2-Emissionen im Wärmesektor deutlich reduziert werden. Dies ist mit dem Einsatz fossiler Brennstoffe nicht zu erreichen.

Ziele der Bundesregierung für den Wärmesektor:

  • Reduktion des Primärenergiebedarfs im Gebäudebestand um etwa 80 Prozent bis 2050
  • Senkung des Primärenergieverbrauchs um 20 Prozent bis 2020 bzw. um 50 Prozent bis 2050 gegenüber dem Niveau von 2008
  • 14 Prozent Anteil der Erneuerbaren Energien am Wärmebedarf bis 2020
  • 18 Prozent Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch bis 2020 und 60 Prozent bis 2050

 

Wesentliche Senkung des Primärenergieverbrauchs durch den Einsatz Erneuerbarer Energien

Zur Verdeutlichung des Zusammenhangs von Energieeinsparungen und Primärenergieeinsparungen möchten wir an dieser Stelle die hierfür relevanten Energie-Arten (z.B. in der Gebäudeplanung) genauer betrachten: Erläuterungen

 

Wärme hat den größten Anteil am Endenergieverbrauch

Der Wärmesektor hat für den Klimaschutz eine große Bedeutung. Denn beim Energieverbrauch in Deutschland fällt der Bereich Wärme am stärksten ins Gewicht. Rund die Hälfte des deutschen Endenergieverbrauchs (Strom, Wärme, Mobilität)  entfällt auf den Wärmesektor. Dieser wird sich umstellen und auf den Einsatz fossiler Brennstoffe künftig verzichten müssen, wenn wir die Klimaschutzziele erreichen wollen.

Beim Endenergieverbrauch haben das Heizen von Gebäuden und die Prozesswärme für die Industrie den größten Anteil (62 Prozent). Der Hauptteil des gesamten Endenergieverbrauchs für Wärme entfällt mit 46 Prozent auf die privaten Haushalte, gefolgt von 37 Prozent für die Industrie und 17 Prozent für den Sektor Gewerbe/Handel/Dienstleistungen. *

*Quelle: Agentur für erneuerbare Energien

Dieser hohe Anteil am Endenergieverbrauch durch das Heizen von Gebäuden liegt an Defiziten im Bereich der Gebäudedämmung und dem verbreiteten Einsatz veralteter, ineffizienter Heizungsanlagen. Nicht einmal ein Viertel der rund 20,5 Millionen Heizungsanlagen in Deutschland ist jünger als zehn Jahre und damit auf dem Stand der Technik. Mehr als 70 Prozent der Öl- und Gasheizungen sind älter als 15 Jahre.

Der Anteil regenerativer Energien am Wärmemarkt

Der Anteil regenerativer Energien am Wärmemarkt ist mit nur ca. 13 Prozent noch unbefriedigend.

Zum Vergleich: der Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Strommarkt liegt mittlerweile bei etwa 32 Prozent, soll weiter steigen und bis zum Jahre 2050 80 Prozent betragen.

Der Bundesverband für Erneuerbare Energien (BEE) geht in seiner Stellungnahme vom 12. Februar 2016 „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – EEWärmeG)“ genauer auf die Hintergründe und den aktuellen Stand der Wärmewende ein.

Biomasse hat mit 88 Prozent den größten Anteil unter den Wärmequellen aus Erneuerbaren Energien.

  • Der Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmemarkt muss deutlich gesteigert werden.
    Wenn die Energiewende gelingen soll, muss sie auch zur Wärmewende werden.
  • Mit grüner Wärme von get|2|energy möchten wir zur Wärmewende beitragen. Wir möchten den Anteil regenerativer Energien am Wärmemarkt steigern und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.