Grünabfall

Grünabfall

Schneckendosierer

Schneckendosierer

Bioenergie aus regionalen Rest- und Abfallstoffen

Für große Mengen regional anfallender Biomassen gibt es kaum Verwendung. So wird Gras- und Grünschnitt von Park- und Grünflächen in Städten und Gemeinden mit hohem Aufwand entsorgt. Aber auch Grünschnitt oder krautiger Wiesenschnitt, der bei der Landschaftspflege und der Pflege von Naturschutzflächen entsteht, wird oft nicht verwertet. In einer BtE®-Anlage kann sowohl Grünschnitt von öffentlichen und privaten Flächen als auch Landschaftspflegematerial eingesetzt und zu Brennstoffpellets verarbeitet werden.

Folgende Materialien können in einer BtE®-Anlage in verschiedenen Mengenanteilen zum Einsatz kommen:

Landschaftspflegematerial

Landschaftspflegematerial ist Gras- und nicht-verholzter Grünschnitt von Natur- oder Landschaftspflegeflächen, die hauptsächlich dem Naturschutz und der Landschaftspflege dienen. Darunter fällt auch Landschaftspflegegras auf landwirtschaftlich extensiv genutzten Grünlandflächen. Beispiele hierfür sind große bewirtschaftete Wiesen, Ausgleichsflächen oder Schutzgebiete. Oftmals besitzt dieser Grasschnitt eine mindere Futterqualität oder enthält Jakobskreuzkraut und kann nicht an Tiere verfüttert werden. Werden diese Flächen dennoch als Weideland genutzt, können verbleibende, nicht verwertete Gräser mittels des BtE®-Verfahrens zu Pellets verarbeitet werden.

Ansprechpartner sind Verbände (bspw. der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V.), Landesstiftungen für Naturschutz sowie Landwirte mit extensiv bewirtschafteten Flächen.

Grünschnitt

Grünschnitt fällt vor allem als Grasschnitt bei der Pflege von privaten oder öffentlichen Garten- und Parkanlagen, auf Flughafengrünflächen oder Abstandsflächen in Industrie und Gewerbegebieten an. Mit dem BtE®-Prozess können Pflanzen, die einen nicht oder gering verholzten Stängel haben und überwiegend einjährig wachsen, aber auch Teile mehrjähriger krautiger Pflanzen sehr gut verarbeitet werden.

Das Material wird vor allem von kommunalen und privaten Abfallwirtschafts- oder Recyclingunternehmen gesammelt und weiter bearbeitet.

Grüngut oder Grünabfall

In der BtE®-Anlage kann auch ein Teil der über separate Sammelsysteme erfassten Gartenabfälle und Strauchschnitte (ohne Vermischung mit Küchenabfällen aus der braunen Tonne) verwendet werden. Das Grüngut wird in der Regel auf Abfallwirtschafts- oder Recyclinghöfen gesammelt, geschreddert und gesiebt. Die holzreichen Fraktionen werden größtenteils direkt energetisch verwertet, die krautige Fraktion hingegen häufig kompostiert. Dieser (ca. 20-60 mm große) krautige Anteil des Grünguts eignet sich ebenfalls sehr gut für das BtE®-Verfahren.

Weitere Materialien

Derzeitig werden mit der BtE®-Anlage auch Versuche mit unterschiedlichen Einsatzstoffen durchgeführt. So werden z.B. die pflanzlichen Bestandteile des Treibsels von Nord- und Ostsee, Laub und Pflanzenreste von Gartenbaubetrieben, aus der Gewässer- und Grabenpflege oder von Paludikulturen (landwirtschaftliche Nutzung von Mooren) untersucht. Siedlungsabfälle (Küchenabfälle aus der braunen Tonne) und Gärreste aus Biogasanlagen können nicht mit dem BtE®-Verfahren verarbeitet werden.

Kontakt

Bi.En GmbH & Co. KG
Projektleitung Bioenergie
Tel.: +49 431 389 60-206
E-Mail: info@bi-en.eu