30.10.2019

Veranstaltung "Innovative Bausteine der Wärmewende"

get2energy hielt Vortrag zur Ressourcennutzung regionaler Biomassen in der Wärmewende

  • Wie können die Ziele für eine Energiewende in Schleswig-Holstein erreicht werden?
  • Welche technischen Innovationen können die Wärmewende vorantreiben?
  • Wie können Unternehmen und Hochschulen in diesem Bereich zusammenwirken?

Zu diesen Fragen trafen sich am 29. Oktober 2019 Wissenschaftler, Unternehmer der Energiewirtschaft und Verbände aus dem Themenfeld Erneuerbare Energien im Kieler Innovations- und Technologiezentrum (KITZ) im Rahmen der Veranstaltungsreihe WWW Sektorkopplung zum Thema "Innovative Bausteine der Wärmewende".

Die Energiewende stellt Schleswig-Holstein und das gesamte Bundesgebiet vor eine große Aufgabe: Die Treibhausgasemissionen sollen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent und bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent gemindert werden. Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch und gewinnen an Bedeutung. Im Stromsektor wurden im Jahr 2018 schon 37,8 Prozent des Verbrauchs in Deutschland aus erneuerbaren Energien wie Windkraft, Solarenergie oder biogenen Brennstoffen und Gasen gedeckt. Im Wärmesektor ist der Anteil der erneuerbaren Energien dagegen deutlich geringer: 14,2 Prozent des Verbrauchs stammen hier aus erneuerbaren Energiequellen.

Themen waren u.a. ein neuartiger Wärmespeicher für Solar- und Fernwärme, Wärmespeicherung im geologischen Untergrund als Baustein der Wärmewende, die Nutzung urbaner Abwärme und die Ressourcennutzung regionaler Biomassen in der Wärmewende.

Wie Gras- und Grünschnitt zu Brennstoffen verarbeitet und in der Wärmeversorgung eingesetzt werden kann, erklärte Florian Burmeister, Bereichsleiter Energieerzeugung beim Kieler Unternehmen get|2|energy. „Abfallbiomassen werden sinnvoll genutzt, indem sie zur Herstellung eines Regelbrennstoffs eingesetzt werden, der die Norm für biogene Festbrennstoffe nach DIN einhält“, erklärte Florian Burmeister. "Grundlage dafür seien nicht etwa gezüchtete Nutzpflanzen, sondern biogene Rest- und Abfallstoffe, also Pflanzen, die sonst vor allem kompostiert werden. Das ist beispielsweise Grünschnitt aus kommunalen und privaten Garten- und Parkanlagen, Landschaftspflegegras von Naturschutzflächen oder auch Ackergras aus der Landwirtschaft. Daraus entsteht Brennstoff für die regionale Wärmeversorgung, eine innovative und CO2-neutrale Alternative zu Holzpellets."

Zur Präsentation

Der gemeinsamen Einladung der EE.SH, EEK.SH, Kieler Wirtschaftsförderung und den Partnern EnergieAgentur Schlewsig-Holstein der IB.SH, WTSH und den Wirtschaftsförderungen der Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön waren etwa 80 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Institutionen gefolgt.