17.04.2020

Windpark Rinteln GmbH & Co. KG erhebt keinen Widerspruch gegen die Anordnung der nachträglichen Abschaltungen der geplanten Windkraftanlagen

Windpark Rinteln wird die Anordnung des Landkreises bezüglich Abschaltzeiten einhalten

(Kiel) – Die rechtliche Prüfung ist nun abgeschlossen. Das Ergebnis steht fest: „Windpark Rinteln GmbH & Co. KG erhebt keinen Widerspruch gegen die Anordnung der nachträglichen Abschaltungen zugunsten des Schutzes von Rotmilan und Baumfalke“, so Per Lind, Geschäftsführer der Kieler Ingenieursgesellschaft getproject GmbH & Co. KG. Die Anordnung ist nach Auffassung der Juristen zwar anfechtbar, einen jahrelangen Rechtsstreit will der Betreiber im Sinne der guten Beziehungen zu den örtlichen Behörden jedoch vermeiden.

Der Windpark wird nach der Brut- und Aufzuchtzeit des Rotmilans (15.03. - 31.08.) unter Beachtung aller artenschutzrechtlichen und Naturschutzbelange und unter Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen - in diesem Fall §44 BNatSchG - realisiert. Die Ertragsverluste im eingeschränkten Betrieb sind zwar gravierend und ein Betrieb nur mit Sondermaßnahmen und unter Verzicht auf den üblichen Gewinn möglich, im Sinne der Energiewende hat getproject aber beschlossen, das Projekt umzusetzen: „Klimaschutz ist für uns gleichbedeutend mit Natur- und Artenschutz und daher ist für uns jeder Teil der Energiewende sehr wichtig“, betont Per Lind. „Wir setzen die Energiegewinnung aus sauberen und unendlichen Ressourcen bei allen unseren Projekten so um, dass Natur- und Artenschutz voll und ganz beachtet werden. So wird es auch in Rinteln sein. Wir sind davon überzeugt, dass Erneuerbare-Energien-Projekte wie in Rinteln, die alle Anforderungen erfüllen, auch realisiert werden sollten. Sonst können die Ziele der Energiewende nicht erreicht werden“.

Die Vorwürfe von Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des NABU  Rinteln, der getproject „Starrsinnigkeit“ bescheinigt und behauptet, dass der Windpark-Projektierer wenig Interesse zeigt, sich mit den relevanten Artenschutzbedingungen vor Ort auseinanderzusetzen und das Gespräch mit den Artenschützern vor Ort zu suchen, weist das Unternehmen entschieden zurück. getproject hat sich ausführlich mit dem Thema Artenschutz auseinandergesetzt. So wurden in diesem Jahr erneut Großvögel von unabhängigen Sachverständigen durch den Betreiber und zusätzlich durch den Landkreis Schaumburg kartiert. Es hat sich dabei gezeigt, dass am Standort bis dato keine Konflikte bestehen. Damit werden die der Genehmigung zugrunde liegenden Gutachten erneut bestätigt. Per Lind betont: „Wenn Starrsinnigkeit vorliegt, dann nicht bei getproject“.

Die Kieler Ingenieursgesellschaft getproject GmbH & Co. KG hat im September 2018 die Realisierungsrechte am geplanten Windpark Rinteln vom Ökokraftwerks-Projektierer Planet energy GmbH übernommen. Der Windkraftanlagenstandort wurde im Rahmen der Flächensuche für den Flächennutzungsplan der Stadt Rinteln als geeigneter Standort durch den von der Stadt beauftragten Sachverständigen lokalisiert. Die Fachabteilungen der Genehmigungsbehörde und der Landkreis Schaumbug haben auf der Grundlage zahlreicher Untersuchungen und Gutachten die Eignung des Standortes festgestellt. Diese behördliche und gutachterliche Einschätzung teilt getproject und berücksichtigt alle artenschutzrechtlichen und Naturschutzbelange.

getproject plant und realisiert seit 1998 Wind-, PV - und Bioenergieprojekte, viele davon mit Bürgerbeteiligung. Bis heute hat das Unternehmen bundesweit Windenergieprojekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 170 Megawatt verwirklicht, davon 50 Windkraftanlagen in Niedersachsen mit über 200 beteiligten Bürgern als Eigentümer.